Bundesbürger sehen Einbruchdiebstahl als hohes Risiko

*Einer Umfrage des Baufinanzierers Interhyp zufolge hat rund ein Sechstel der 2.100 befragten Personen in den letzten zwölf Monaten einen Einbruch in der Nachbarschaft verzeichnet.*
Die beste Waffe dagegen sei laut 87 Prozent eine gute Nachbarschaft, rund 85 Prozent vertrauen auf einbruchhemmende Fenster und Türen. Auf Rang drei mit 80 Prozent Zustimmung landete die Prävention durch eine sichtbare Alarmanlage. Dass die Befürchtungen berechtigt sind, belegt die folgende Statistik des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft:

Wann greift die Hausratversicherung?

Versicherungsnehmer sollten sich bewusst sein, dass die Hausratversicherung zwar gestohlenes Eigentum und aus dem Einbruch resultierende Schäden ersetzt. Dafür müssen aber bestimmte Sachverhalte gegeben sein. Einbruchdiebstahl und Vandalismus setzen ein gewaltsames Eindringen in die Wohnung oder das Haus voraus. Schäden, welche durch einen bei einem Raub entwendeten Schlüssel entstehen, fallen ebenfalls unter den Versicherungsschutz. Wichtig ist, dass nachweisliche Spuren des unerlaubten Eindringens vorliegen. Die Hausratversicherung leistet aber nicht nur für entwendete Gegenstände, sondern auch bei reinen Vandalismusschäden.

Der beste Schutz: Vorsorge + Absicherung

Der beste Schutz: Vorsorge + Absicherung

Nicht versichert ist dagegen ein Diebstahl, welcher durch „Einschleichen“ erfolgte. Es kommt immer wieder vor, dass die Familie im Garten oder vor dem Fernseher sitzt, während das Schlafzimmer bei offenem Fenster gut gelüftet wird. Dringen Diebe durch das geöffnete Fenster in die Wohnung ein, handelt es sich nicht um Einbruch, der Versicherungsschutz greift nicht.
Versicherungsschutz zeitweilig auf Aktualität überprüfen
Am häufigsten entwenden Einbrecher elektronische Kleingeräte wie Digitalkameras oder Laptops. Diese Schäden sind von der Anschaffungssumme her überschaubar. Anders sieht der Sachverhalt aber bei Wertsachen wie Schmuck oder Gemälden aus. Versicherungsnehmer sollten einmal den Wert dieser Dinge überprüfen, und in Relation zur Versicherungssumme setzen.

Die Deckung für Wertsachen ist prozentual von der Versicherungssumme abhängig. Beträgt die Versicherungssumme 50.000 Euro, der Wertsacheneinschluss zehn Prozent, so sind:

• Sparbücher
• Bargeld (maximal versicherte Summe variiert von Versicherer zu Versicherer)
• Wertpapiere
• Teppiche
• Gobelins
• Schmuck
• Edelmetallbarren und Edelmetallmünzen
• Gemälde
• Kunstgegenstände
bis zu 5.000 Euro in den Standardbedingungen mitversichert.

Übersteigt der Gegenwert der Wertsachen jedoch die Grenze von 5.000 Euro, muss der prozentuale Einschluss so weit erhöht werden, dass wieder voller Versicherungsschutz besteht. Bei Premium Hausratversicherungen wie Interrisk XXL Hausrat oder der Ammerländer Exklusiv Hausratversicherung gelten durchaus höhere Versicherungssummen für Bargeld und Wertsachen.
Ab einer gewissen Höhe der Versicherungssumme oder besonders vielen Wertsachen kann die Hausratversicherung durchaus verlangen, dass gewisse sichernde Vorkehrungen wie z.B. eine Alarmanlage und ein zusätzliche Türschlösser vorhanden sein müssen.

Staatliche Zuschüsse für die Prävention

Im Rahmen der Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stehen Immobilienbesitzern Fördergelder durch die KfW für die Einbruchsprävention zur Verfügung. Voraussetzung ist allerdings, dass sich Interessenten frühzeitig um die Förderung bemühen. Der Fördertopf für 2016 war relativ schnell leer. Die Bundesregierung signalisierte allerdings, dass sie für das Jahr 2017 rund 50 Millionen Euro bereitstellt. Die Zuschüsse liegen je nach Investitionsgröße zwischen 250 Euro und 2.000 Euro. Die Mindestinvestition des Antragstellers muss 2.000 Euro betragen.

Die Kripo sagt ….

Die Kriminalpolizei weist immer wieder darauf hin, dass Diebe ihr Vorhaben abbrechen, wenn sie feststellen, dass sie zu viel Zeit für das Eindringen in die Wohnung benötigen. Eines der effizientesten Mittel, sich vor einem Einbruch zu schützen, sind einbruchhemmende Fenster und Türen. Soziale Netzwerke laden dazu ein, dem Umfeld mitzuteilen, wann man sich wo in Urlaub befindet. Sind dann noch die persönlichen Daten wie Wohnort zu ermitteln, stellt dies eine echte Einladung für Kriminelle dar. Gleiches gilt auch für überlaufende Briefkästen. Urlauber sollten unbedingt mit ihren Nachbarn abstimmen, dass diese die Wohnung bewohnt aussehen lassen.

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Daniel Steinberger

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