Lexikon

Unterversicherung

Die Versicherungssumme der Hausratversicherung sollte dem Betrag entsprechen,der auch für die Neuanschaffung sämtlicher Gegenstände, also dem Hausrat, aufgewendet werden müsste. Wird die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt wird nur der anteilige Neuwert der Gegenstände im Falle eines Schadens ersetzt. Besser sind daher Pauschaltarife, bei denen der Versicherer auf den Einwand der Unterversicherung verzichtet und ohne eine Quotierung leistet.

Bei kleineren Wohnungen kann es sich durchaus lohnen die Versicherungssumme selbst ferstzulegen. Machen Sie sich dabei am besten eine Liste Ihrer Habseligkeiten und dokumentieren Sie die Anschaffungskosten. Diesbezügliche Fotos zum Nachweis sollten Sie ausserhalb Ihrer Wohnung an einem sicherern Ort aufbewahren.

Unterversicherungsverzicht

Sofern der Unterversicherungsverzicht gelten soll, verzichten die Versicherer in der Hausratversicherung ab einer bestimmten Versicherungssumme je qm Wohnfläche (meist 650-750 Euro pro qm) auf den Einwand der Unterversicherung. Es wird dann im Schadenfall pauschal davon ausgegangen, dass im Fall eines Schadens ausreichender Versicherungsschutz bestand. Bei einem Totalschaden würde dann in Höhe der versicherten Gesamtsumme geleistet werden. Liegt der Wert Ihres Hausrates jedoch darüber, sollten Sie eventuell trotzdem eine höhere Versicherungssumme versichern.

Wohnfläche

Geben Sie im Antrag unbedingt die richtige Wohnfläche an. Anzugeben ist die Wohnfläche, die auch im Mietvertrag oder bei Eigentümern in den Bauplänen der Wohnung oder des Hauses angegeben sind.Nach der Größe der Wohnfläche richtet sich in der Hausratversicherung auch die Mindestversicherungssumme, bei der der Versicherer auf die Einrede der Unterversicherung verzichtet.

Elementarschäden

Schäden, die durch starke Regenfälle, Rückstau, Überschwemmungen, Erdbeben, Lawinen, Schneedruck etc. verursacht werden, sind nicht in der Hausratversicherung abgesichert. Durch einen zusätzlichen Einschluss der Elementarschädenversicherung können jedoch auch diese Risiken mitversichert werden.
Wer ein realistisches Risiko für diese Gefahren für sein Haus oder seine Wohnung sieht, sollte diesen Deckungsumfang unbedingt mit bei seiner Hausratversicherung berücksichtigen.

Nutzwärmeschäden

Nutzwärmeschäden sind Brandschäden, die an versichertem Hausrat entstehen, die der Wärme von Gegenständen ausgesetzt sind oder wurden (z.B. Ofen, Mikrowelle, Bügeleisen).
Nur in einer guten Hausratversicherung sind Nutzwärmeschäden im Deckungsumfang inbegriffen.

Sengschäden

Kommt es nicht zu einem richtigen Brand, sonder z.B. aufgrund eines Kurzschlusses nur zu einem Sengschaden, ist dieser Schaden nur im Rahmen einer Extradeckung mitversichert. Nur Hausratversicherungen mit entsprechenden Extraleistungen würden in einem solchen Fall einen Schaden ersetzen.

Außenversicherung

Jede Hausratversicherung beinhalten standardmäßig mindestens für 3 Monate am Stück eine Aussenversicherung. Befindet sich der Hausrat also in diesem Zeitraum ausserhalb des versicherten Gebäudes oder der Wohnung, besteht vorrübergehender Versicherungsschutz. Beispielsweise während eines Urlaubsaufenthaltes, aber auch bei einem Raubüberfall auf offener Straße. Ebenso, wenn man Teile seines Hausrates vorübergehend bei Freunden oder Bekannten aufbewahrt oder sie zeitweise irgendwo lagert. Die Höhe der maximalen Versicherungssumme der Aussenversicherung ist prozentual abhängig von der Versicherungssumme der Hausratversicherung. Sie liegt je nach Tarife bei 20-30% der Versicherungssumme, kann jedoch auf Anfrage in der Regel erhöht werden. Auch bei der Dauer der Aussenversicherung ergeben sich je nach Tarif und Gesellschaft Unterschiede bei den Hausratversicherung Tarifen.
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Grobe Fahrlässigkeit

Standardmäßig sind Schäden aufgrund von Grober Fahrlässigkeit nicht mitversichert in der Hausratversicherung. Lässt man beispielweise das Fenster offen und verlässt das Haus und es kommt zu einem Einbruchdiebstahl, könnte der Hausratversicherer vollständig oder teilweise von der Leistung befreit sein.
Viele gute Hausratversicherungen verzichten jedoch innerhalb bestimmter Höchstgrenzen (meist ca. 5000 – 10.000 Euro) auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit. Trotzdem ergeben sich auch hier von Tarif zu Tarif der Hausratversicherung Unterschiede. Denn es könnte Einschränkungen in den Tarifbedingungen geben. Beispielsweise bedeutet dies nicht, dass grundsätzlich auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet wird, wenn ein Fenster aufgelassen wird und man das Haus verlässt. Es könnte z.B. für die Dauer nur weniger Stunden gelten oder auch Enschränkungen bei Brandschäden aufgrund von Zigarettenrauchen und Einschlafen. Schauen Sie sich daher unseren Hausratversicherung Vergleich genau an.

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